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Baum, Simone

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Nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in Singen (HTW) nahm ich im Jahr 2000, in Freiburg im Breisgau zunächst das Studium der Medizin auf. Ein halbes Jahr später folgte ein Studienfachwechsel und drei Semester in den Fächern Mathematik, Geschichte und Französisch. Schließlich blieb es bei letzteren mit Studienziel Staatsexamen. Während meiner Studienzeit habe ich zwei Jahre in Frankreich, Caen und Strasbourg, gelebt.  Nach meinem Studienabschluss 2008 begann ich eine Doktorarbeit in der Romanistik (Französisch) bei Herrn Professor Klinkert. Im März 2009 wurde ich in das Promotionskolleg ‚Geschichte und Erzählen’ aufgenommen.


Dissertationsprojekt


Fiktion und Geschichte bei François Rabelais

Im Zentrum meiner Arbeit steht der zwischen 1532 und 1564 erschienene, fünfbändige Romanzyklus über den Prinzen Pantagruel des vielseitig gelehrten François Rabelais (1483/1494-1553). Viele Forscher lesen heute die Pentalogie als eine Zeitkritik: der Autor habe für seine Kritik einen fiktionalen Rahmen gewählt, um das Werk vor der Zensur zu schützen. Mein Projekt wählt eine andere mögliche Lesart. Als Ausgangspunkt meiner Überlegungen dient nicht die Auseinandersetzung des Autors mit den Missständen seiner Gegenwart, sondern das Geschichtsverständnis, das in der Pentalogie entwickelt wird. In der Forschung wurde ein gewandeltes Geschichtsverständnis in der Renaissance bereits an unterschiedlichen Stellen erörtert. Dieses Geschichtsverständnis beruht auf einer periodisierbaren Konzeption von Zeit und Geschichte. Heilsgeschichte und allgemeine, säkulare Geschichte treten in ein neues Verhältnis zueinander, wobei der Antike eine besondere Rolle zugewiesen wird. Die Wechselwirkungen, die zwischen einem neuen Geschichtsbewusstsein der Renaissance und der fiktionalen Erzählung von Vergangenheit entstehen, wurden in der bisherigen Rabelaisforschung noch nicht eingehend untersucht. Die hier geplante Untersuchung hat zum Ziel, die Zeitvorstellungen in dem für die Renaissance exemplarischen Romanwerk von Rabelais zu untersuchen, die Problematik von Geschichte und Erzählen nach Maßstäben einer humanistischen Erzählweise zu erhellen und einen Beitrag zu den typischen Erzählweisen von Geschichte in der Renaissance unter Gendergesichtspunkten zu leisten.
 

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